Prognosefehler

Nun, die Prognose / Prognosen ist eine Aussage über eine mögliche Zukunft. Deshalb gilt:

» Trotz aller Bemühungen, Prognosen technisch zu optimieren, werden zwischen der Prognose und dem tatsächlich eintretenden Ereignis immer größere oder kleinere Abweichungen bestehen. Es ist daher – auch bei der Wahl des richtigen Prognosemodells – sehr wichtig, die Güte des gewählten oder des betrachteten Verfahrens durch Ermittlung der Prognosefehler zu bewerten. «
Wikipedia, Vorhersage

Es werden zur Prognose noch folgende häufig auftretenden Gründe für Prognosefehler aufgeführt:

  • Jüngere Werte werden überbewertet.
  • Im Moment populäre oder vieldiskutierte Werte werden überbewertet.
  • Scheinbare Muster werden erkannt, die jedoch empirisch nicht existent sind.
  • Besondere Ereignisse bleiben im Gedächtnis, während normale schnell vergessen werden.
  • Wunsch- oder Angstvorstellungen können in Prognosen einfließen.

Vielleicht wird hier der Eindruck erweckt: Wenn es die Wissenschaft schaffen würde alle diese Fehlerquellen zu beseitigen, dann sind 100% sichere Prognosen (Vorhersagen) über die Zukunft möglich.

... der Eindruck täuscht. Menschen lieben keine Unsicherheit und greifen da auch mal nach dem Sprichwörtlichen Strohalm. Was (leider) nix dran ändert:

  • Es gibt im Voraus keine Fakten über die Zukunft. Und
  • Ob Prognosen eintreten, das erfahren wir erst hinterher. Im Nachhinein.

Irgendwann in der Zukunft werden wir wissen ob eine Prognose eingetreten ist. Und wenn die Prognose nicht eingetreten ist, dann wird untersucht weshalb (Aufgrund welcher Prognosefehler) das passiert ist. Werden die für diese ganz spezielle Prognose wirkenden Prognosefehler gefunden, dann glaubt der Mensch (die Wissenschaft) dass diese Prognosefehler für die Zukunft ausgeschlossen werden können.

Ne, geht nicht.


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