Hm, da wird der Querdenker ein bisschen zum Querulanten...
Sehr interessanter Bericht, schon ein paar Tage alt, bei Science Daily. (Der Artikel ist in Englisch.)
Schubladendenken?

Es geht darum:
- Für Kinder haben Begriffe noch keine festen Bedeutungen. Kinder verlassen sich bei der Klassifizierung von Objekten viel mehr auf das, was sie sehen. Nicht darauf wie etwas benannt wird.
... im Gegensatz zu Erwachsenen
- Erwachsene verlassen sich viel stärker auf die Begriffe um etwas zu Klassifizieren. Weniger auf das, was sie sehen.
Womit dann, abhängig vom Begriff, eine Klassifizierung schon erfolgt ist. Und diese Klassifizierung wird dann - ohne nähere Betrachtung - übernommen.
OK, bei vielen Dingen spart das natürlich Zeit. Und oft ist im Leben auch eine Zeitersparnis wichtig.
Ist das alles? Zeitersparnis, planen?
Ich finde den Gedanken interessant:
- Besteht vielleicht ein Zusammenhang zwischen "Klassifizierung durch das Beobachten der Eigenschaften" und Kreativität?
Kreativität, die ja in Kindern "natürlich" vorhanden ist. Und die später, seltsamerweise, verlorengeht. Wir brauchen oft nicht kreativ zu sein. Wir haben ja die nötigen Begriffe für die Klassifizierung schon gelernt...
Bedenklich
finde ich den letzten Absatz im Bericht:
» Sloutsky said these findings add to our understanding of how language affects cognition and may help parents communicate and teach their children."In the past, we thought that if we name the things for children, the labels will do the rest: children would infer that the two things that have the same name are alike in some way or that they go together," he said.
"We can't assume that anymore. We really need to do more than just label things." «
Sehr frei übersetzt:
» Sloutsky meint, diese Erkenntnis kann bei einer besseren Kommunikation zwischen Eltern und Kindern helfen."In der Vergangenheit dachten wir, die Etikettierung von Dingen reicht aus. Kinder würden annehmen, dass zwei Dinge die den gleichen Namen haben auch zusammengehören", sagte er.
"Wir können nicht mehr davon ausgehen. Wir brauchen mehr als ein 'Label' oder einen Begriff um zu kommunizieren. «
Mein Problem damit:
Vielleicht sollten die Erwachsenen lernen, die Dinge nicht nach Bezeichnungen zu Klassifizieren. Sondern nach dem, was sie sehen. Nach dem was "Ist".
Und nicht neue Wege suchen den Kindern Schubladendenken effizienter beizubringen.
Die Erwachsenen sollten in dem Fall von den Kindern lernen. Nicht umgekehrt.
Fotos Flickr: hobvias sudoneighm
