Waelti kocht Tee?
Jo. Hochspektakulär, ungewöhnlich und nicht ganz ungefährlich.
Ewgenia hat da einen sehr guten Artikel darüber geschrieben, wie und wo Sie ein eigenes Blog starten können. Und da steht auch im Artikel drin, Zitat
» Kaum jemand wird gerne lesen wollen, wie man ein Brot schmiert oder Tee kocht. «
Na, das ist doch eine Herausforderung. Und wesentlich komplizierter als das auf den ersten Blick aussieht! Ehrlich.

Tee wird nicht gekocht.

Jedenfalls wird der meistens nicht gekocht.

Der wird aufgebrüht. Wobei das brühen auch nicht generell gilt, für mich jedenfalls ist "aufbrühen" irgendeine gefährliche und hochkomplizierte Angelegenheit mit sehr heißem Wasser. Ja ja, kräftige Schwarztees werden fast immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen.
Doch bei Grüntees und feinen Schwarztees (First Flush Darjeeling) werden Temperaturen von 65 bis 90 Grad bevorzugt. Und manche japanischen Grüntees werden mit nur 50 Grad - oder weniger - aufgebrüht. Aufgegossen. Angesetzt. Na irgendwie so halt.
Kompliziert mit den Temperaturen?
Na, das ist noch gar nichts. Jetzt kommt es auch noch darauf an, wie lange der Tee "gekocht" wird. Einen ziehen lassen, das passt nicht genau - aber um die Zugzeit (äh, Zeit die der Tee zum Ziehen zur Verfügung hat? Auch blöd...) geht es. Jedenfalls ist diese Zeit, wo der Tee ziehen tut, zwischen 20 Sekunden und etwa 5 Minuten lang.
So langsam kommt mir das vor wie bei "Pretty Woman". Wo sich Vivian den richtigen Gebrauch der Esswerkzeuge erklären lässt.
Wenn der Tee anregend sein soll, dann zieht der bis etwa 3 Minuten. Nicht länger. Allerdings wird der Tee, wenn er denn 5 Minuten zieht, nicht beruhigend. Ne ne, der wirkt dann nur nicht anregend.
Das Wasser
Nochmal was? Ja. Das Wasser...
... oder soll ich das mit dem Wasser lieber lassen?
OK, lassen wir das Wasser mal nicht, äh, beiseite. Was ich bei Wikipedia auch gelernt habe: bei uns, also JWO (Janz Weit Oben), auf der Schwäbischen Alb...
... da können die Menschen alles außer Hochdeutsch? Falsch. Die können auch nicht jeden Tee kochen, weil hier das Wasser teilweise zu hart ist. Und dadurch kann sich der Geschmack des Tees verändern. Da schwimmt dann so 'ne Haut drauf rum, was nun nicht weiter gefährlich aber unschön ist. Und ein Zeichen dass hier besser keine Darjeeling gekocht, gebrüht, oder ziehen gelassen werden sollte. Der Darjeeling hat weniger Gerbsäure und ist deshalb empfindlicher, der Geschmack verändert sich stärker. Bei Assam und Ceylon passt der Spruch "besser iss' das", die sind nicht so empfindlich.
Wenn ich jetzt noch darauf eingehe, dass es
- weißen Tee
- gelben Tee
- grünen Tee
- schwarzen Tee
und Oolong Tee gibt, dann wird das etwas zu kompliziert? Ach, ein' hab ich noch:
- Pu-erh-cha
den gibts auch noch.
Fazit
Wenn es so viele interessante Dinge zum Thema "Tee kochen" zu erzählen gibt - und dabei ist noch nicht einmal die eigenständige Ostfriesische Teekultur angesprochen ...
... dann ist die Frage - warum wird bei Blog Artikeln so häufig nur abgeschrieben. Immer wieder wiederholt?
Mangelnde Kreativität? (Ja, frech, ich weiß. Kann ich aber mit leben.)
P.S.: Das "nicht ungefährlich" aus dem ersten Absatz bezieht sich mehr auf das heiße Wasser, weniger auf den Begriff "einen im Tee haben". Wobei das auch recht interessant ist. Und manchmal gefährlich. Kommt das
- "einen im Tee haben" vom Grog? Dem Schuss Rum?





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Nun, meine Anleitung zum Kaffeekochen ist sehr beliebt!
Ulf, warum bist du noch wach? Hat dir Mutti den Ausgang / das Wachbleiben verlängert?
(Kaffee ist auch ein interessantes Thema, ja)
Schlaflosigkeit ist eine nervtötende Begeiterscheinung meiner Krankheitssammlung....
Sehr gut! Und gewissermaßen habe ich mich davon etwas inspirieren lassen. Ich war im Kaffee und habe eine "Eigenkreation" des Hauses probiert: Maracuja-Orange-Tee. Sehr interessant, auch das Geschirr. Übrigens noch eine Kleinigkeit: Wenn man eine Tasse Schwarztee nur kurz (2-3 Minuten) aufkocht, enthält es mehr Koffein, als die gleiche Menge Kaffee : )
@Ewgenia: Ja, das mit dem Koffein habe ich im Wikipedia Artikel gelernt. Wusste ich vorher allerdings nicht. Meine Kreationen sind: Kaffee mit Kardamom. Oder auch mal mit ein bisschen Kakao, gleich beim brühen. Äh, kochen. Hm, gleich beim Zubereiten halt...