27.12.2011

Handwerk + Blog? Ganz einfach... lol, rofl, muharhar

Der Handwerkermeister. Zeugt ein Kind Macht für sein Handwerk ein Blog...

Also, das mit dem Kind zeugen ist ja weiter kein Problem.

So nach dem Motto: "Mach doch einfach" oder "Das kriegen Sie schon hin".

Beim Handwerkerblog sieht das leider ein bisschen anders aus. Es gibt zwar Wordpress. Das ist ein BlogSystem und wir sollten annehmen - damit kann man dann bloggen?

Weit gefehlt!

Sie brauchen natürlich zuerst die richtigen Plugins. (Beim Gedanken an "ein Kind zeugen" muss ich etwas schmunzeln, ähm.)

Ohne Plugins geht nix. Und, wenn Sie die Plugins ausgewählt haben - ganz einfach, suchen Sie bei Google nach "die 10 wichtigsten Wordpress-Plugins" - dann sollten Sie sich auch noch in HTML und CSS ein bisschen auskennen. Ach ja, kleines Problem noch. Sie finden bei "die 10 wichtigsten Wordpress-Plugins" möglicherweise unterschiedliche Ergebnisse. Da müssen Sie sich eben einarbeiten, durchbeissen. Oder sich von einem Spezialisten beraten lassen.

Also etwa: bevor Sie ein Kind zeugen, haben Sie auch das Kama-Sutra gelesen? Wissen Sie was der Unterschied zwischen Knaus-Ogino und Spirale ist? Hat die Hebamme um die Zeit der Niederkunft auch noch Termine frei? Gibt es in 6-8 Monaten Termine für die Schwangerschaftsgymnastik? Kaiserschnitt? Unterwasser Geburt?

Solche Dinge, sehr wichtig.

So, jetzt weiter mit zeugenbloggen. Doch, Moment, da fehlt noch etwas. Haben Sie das richtige Design ausgewählt? Passend zum CI, dem "Corporate Identity", passen zu Ihrer Firma? Nicht? Na, dann mal los...

Wie beim Kind zeugen: ist das Kinderzimmer schon fertig? Passt die Einrichtung des Kinderzimmers zum Corporaty Identity Stil des Hauses? Spiegelt die Einrichtung wider, dass es sich hier (später mal, kommt ja noch) um Ihren Nachfolger handelt?

OK, jetzt dann wirklich bloggen?

Nicht ganz so schnell...

Was wollen Sie mit Ihrem Blog erreichen?

Natürlich soll Ihr Blog Kunden bringen. Neue. Und die Alten fesseln. Also, binden halt. An Sie und Ihre Firma binden. Fesselspiele gewissermaßen.

Wie beim Nachfolger. Der soll ja irgendwann mal den Betrieb übernehmen. Nur, mit welcher Ausbildung? Waldorfschule kommt eher nicht in Frage, das ist zu soft. Und - braucht der Nachfolger dann später ein Studium, Betriebswirt und so, oder reicht ein Meistertitel? Das muss alles geklärt werden!

Beim Blog auch. Erst alles klären. Google Analytics, Auswertung von Statistiken, AdWords, Pay per Click, Bannerwerbung, Traffic, Twitter (ganz wichtig: um welche Uhrzeit wird am besten, na ja, getwittert eben?), Facebook, Fan-Page, Google+, auch eine Page, OPML, XML...


Ach, wissen Sie was?

Sie können den Betrieb später ja auch einfach verkaufen.

Bis dahin geht das auch so. Ohne Nachfolger. Und ohne Blog.


Fotos Flickr: Kevin Poh, kelsey_lovefusionphoto, Sukanto Debnath

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Aktiv: Meinungen der Leser

  1. 03.01.2012Adrian hat geschrieben:

    Hm ich finde mit diesen wirklich humoristischen Ergüssen solltest du dich mal bei ganz klassischen Handwerkern als eine von ihnen Bewerben: Handwerker des Monats hier? wäre das nichts für dich : ) Okay Okay, da passt zwar das Bild am Ende nicht ganz dazu, aber lustig wäre es allemal : )
  2. 03.01.2012Waelti hat geschrieben:

    Jo. Ein bisschen humoristische Ergüsse wären bei manchen Handwerkern brauchbar. Wobei ich Handwerker als sehr kreativ bezeichne. Sehr ernst gemeint. Die Kreativität hört dann halt sofort am Telefon oder beim Internetauftritt auf. Das ist wie ein Schalter: Anrufbeantworter? Ah, ja, Hochdeutsch. (Bei Cialdini wäre dass dann der Schalter für das auszuführende Programm.)

    Ich habe übrigens schon bei Handwerkern gearbeitet, auch wenn das seeeehr lange her ist. Flachdachbau, Tankreinigung, Zimmermann, "auf dem Bau" und so. Nicht im Büro, auf dem Dach. Beim Zimmermann. Bei der Tankreinigung natürlich weniger grinning smiley
  3. 08.05.2012Steffi hat geschrieben:

    Vielen Dank für den Beitrag, ich habe oft geschmunzelt. Wobei ich sagen muss, dass viele Handwerker inzwischen die Vorteile von Blogs nutzen und das ist auch gut so. Bessere Kommunikation mit den eigenen Kunden kann nur zuträglich für das Unternehmen sein.
  4. 08.05.2012Waelti hat geschrieben:

    @Steffi
    Mag sein dass es mehr werden, also bloggende Handwerker. So viele wie manche Statistiken ausweisen sind es meiner Meinung nach nicht.

    Nützlich für die Kommunikation? Ja, wie du erwähnt hast: allemal!

Was meinen Sie?


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Achtung! Der Artikel enthält Spuren von Ironie.
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