02.10.2011

Gehirn. Brain. Denken.

Unser Gehirn nimmt etwa 2-3% unseres Volumens ein. Ein sehr kleines Organ mit etwa 1500 Kubikzentimetern.

Der "Computer" wiegt 1,5 Kilo und enthält 100 Milliarden Zellen. 1 Million Kilometer Nervenbahnen verbinden die untereinander.

Energieverbrauch? Bis zu 20% unseres Energieverbrauchs. Nur für das bisschen Denken.

Hm, Moment, einige Dinge mehr:

  • Sensorische Wahrnehmung, fühlen.
  • Interpretation, Bedeutung geben
  • Gefühle
  • Gedächtnis
  • Das Gehirn steuert unsere Bewegungen
  • Motivation
  • Planen und Zielsetzung
  • Vorstellungskraft, Intuition
  • Kommunikation, sprechen, schreiben, Gestik und Mimik
  • Entscheidungen. Bewusst und unbewusst.

Gerade bei Entscheidungen, Angst, Bewertung und Wiedererkennung von Situationen spielt die Amygdala eine große Rolle. Der "Mandelkern".

Das Teil ist recht klein, und recht flott.

"Ich kann den/die nicht leiden" oder "Ich mag dieses Buch / diese Seite / dieses Sonstwas nicht" ist schon lange bevor die Großhirnrinde da etwas mitkriegt entschieden.

Gefühle spielen eine große Rolle

Dieses "auf den ersten Blick entscheiden" wird nicht bewusst gesteuert. Eher findet nachher durch bewusstes Denken noch eine rationale Begründung statt. Da die Entscheidung ohnehin schon gefallen ist, muss manchmal die Begründung dementsprechend angepasst werden...

Vielleicht haben Sie das in Gesprächen, Diskussionen, Foren und Blogs auch schon erlebt. Egal wie sie argumentieren, es ändert beim Gegenüber nichts. Das ist wie "festgenagelt".

Umgekehrt ist das wohl auch so. Nur, selbst merken wir das weniger. Bei uns läuft das ja nicht durch die Großhirnrinde, das bewusste Denken. Das läuft unbewusst ab.

Stellen Sie sich eine Diskussionsrunde vor. 10 Teilnehmer/Teilnehmerinnen.

Beim Thema gibt es keine Einigung.

In Einzelgesprächen werden die einzelnen Teilnehmer/innen bestätigen:

  • die Situation war festgefahren. Ich hätte ja schon nachgegeben, aber die Anderen nicht...

... das hören Sie dann 10 Mal winking smiley

Wir Menschen sind so. Manchmal.

Aktiv: Meinungen der Leser

  1. 02.10.2011Ulf. hat geschrieben:

    Krokodile und Haie haben kaum mehr als das Stammhirn und deshalb sehr viel weniger Kummer. vgl Hirn kommt von hindern
  2. 02.10.2011Waelti hat geschrieben:

    Hm, ich denke bei uns Menschen spielt das Reptiliengehirn auch noch eine recht große Rolle. Großhirnrinde ist oft Nebensache.

    Beispiel:
    # Ulf ist doppelt so intelligent wie Waelti

    Das klingt nun wirklich wichtig. Ähnlich der EAV (Neppomuk der Nasenbär, das klingt als ob es wichtig wär...)

    Nur:
    Wenn - sagen wir mal - etwa 98 Prozent dessen, was das Mensch-sein ausmacht, nicht durch das Großhirn gesteuert wird, was spielt dann das für eine Rolle?

    Ich entscheide 98% unbewusst. Und du "nur" 96%... frowning smiley
  3. 03.10.2011Ulf. hat geschrieben:

    Überschätze mich nicht. Ich habe ein Schrumpfhirn, jedenfalls habe ich gelesen, daß Menschen mit ADHS bestimmte Areale in der grauen Masse geringer ausgebildet haben. grinning smiley Aber ich meine, dür alles gibt es eine Lösung, und wenn es eine Auflösung ist. grinning smiley
  4. 03.10.2011Waelti hat geschrieben:

    Guter Artikel. Seeehr lang winking smiley
    Vielleicht interessant für Dich: Susan Weinschenk. Der erste Artikel ist vielleicht nicht so der Reißer, bei den 100 einzelnen Einsichten sind ganz interessante Dinge dabei.

    Wenn bestimmte Areale kleiner werden, dann können doch auch andere Areale (deshalb?) größer werden. Oder durch Umverteilung die Aufgaben übernommen werden - so diese Aufgaben denn nötig sind.

    Jedenfalls muss das kein Verlust sein.

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