23.01.2012

"Die beste Erfindung seit geschnittenem Brot"

Soll noch jemand sagen dass Kleinigkeiten nicht sehr wichtig sein können. Brot + schneiden = geschnittenes Brot. Genial, nicht?

Das Brot auf dem Bild ist zwar auch geschnitten. Doch, so rein aus dem Bauch, von Hand. Nicht mit der Maschine.

Egal, jedenfalls:

  • Die Bäcker waren zuerst dagegen.

Is klar, auf jede gute Idee kommen mindestens 100 Experten die das Sche*?e finden. Das war auch schon zu Beginn des 20ten Jahrhunderts so.

Otto Frederick Rohwedder ist auf die Idee mit dem geschnittenen Brot gekommen. (Der Link geht leider zur englischen Wikipedia. Deutsch habe ich nix gefunden.)

1912 hat er entschieden die Idee auch in die Tat umzusetzen. Weil, das war damals schon so, bloß im Kopf existierende Ideen sind nicht viel Wert.

1917 ist das Gebäude wo er die ersten Exemplare der Brotschneidmaschine gebaut hat abgefackelt. Samt Blaupausen und Prototypen. Scheinbar zeichnen sich viele erfolgreiche Menschen dadurch aus, dass sie sich auch von großen Hindernissen nicht bremsen lassen.

Vielleicht würde Brot sonst heute noch so hergestellt. Das ist eine römische Bäckerei. Das Bild basiert auf Rekonstruktionen von Pompeii. Das Original ist, gewissermaßen, auch abgefackelt.

1927 hat dann Frederick Rohwedder eine Maschine gebaut, die Brot nicht nur geschnitten hat sondern auch gleich noch verpackt. Klar, geschnittenes Brot hat eine viel größere Oberfläche und trocknet viel schneller aus.

1928 hat er dann die ersten Maschine verkauft. Und schon 1930 hat die Continental Baking Company das Brot als "Wonder Bread" (Wunderbrot) vorgestellt.

Es ist nicht nötig weiße Elefanten zu jagen.

Weiße Elefanten sind - wie ganz große und ganz neue Ideen - sehr selten.

Oft sind Kleinigkeiten wichtig.


Fotos Flickr: Dinner Series

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