Über den Satz "Früher war alles Viel besser" habe ich mich schon vor, hm, x-Jahren geärgert. Wenn 30jährige in der Kneipe sitzen und diesen Satz loslassen.
Klar, es war gemächlicher.

Und der Satz ist zu 100% wahr, wenn ich das Gute von Früher mit dem weniger Guten von Heute vergleiche. Ja wirklich, das gibt es. Dinge, die Früher besser waren.
Da wurde noch in Ruhe Zeitung gelesen. Heute gehören da IPad, IPhone und sonstwas dazu. Überall dabei sein. Denn - wird in der Informationsflut was übersehen, Gottchen, dann versäumen wir etwas. Schlimmes.
Nein, meistens nix Schlimmes.
Ich befürchte:
obwohl ich die letzten paar Tage weniger geschrieben habe ist das nun nicht wirklich jemandem aufgefallen. Echt jetzt, als wär' nix passiert.
Ist ja auch nix passiert. Halt, doch. Die Zeit habe ich am Abend genutzt um ein bisschen mehr zu stöbern. Auf anderen Blogs ein wenig mitzulesen. Und mir über das Geschriebene auch Gedanken zu machen.
Regt an. Zum Schreiben. Und zum Nachdenken. Was nun nicht immer zusammen vorkommt schreiben/nachdenken, nachdenken/schreiben.
Abstand gewinnen, loslassen
ist wichtig. Wochenlang ist mir ein Gedanke nach dem Anderen durch den Kopf: darüber könnte ich schreiben. Gegen die, hoffentlich kurzfristige, geistige Windstille hilft mir jedenfalls am besten:
Etwas Anderes tun.
Lesen, spazierengehen. Das hätte ich heute Abend sicher gemacht. Also das mit dem Spazierengehen. Ziemlich exakt um 20:51 ist mir da ein heftiges Gewitter in die Quere gekommen.
Nu, höre ich eben Dire Straits. Stöbere noch ein bisschen im Web. Und dann schnapp' ich mir ein Buch.
Das geht auch heute noch. Lesen, ohne Kindle, ohne PC und sonstige Dingens. Mehrere hundert Seiten Papier zum in die Hand nehmen.
Johannes Gensfleisch sei Dank.
(Johannes Gensfleisch von Sorgenloch. Genannt Gutenberg. Wikipedia, Gutenberg)






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"Hallo! Früher war alles besser, früher war alles aus Holz!", sagt mein guter Freund Peter (Ixiter.com) immer und recht hat er!
Mir fällt aber auch spontan http://kopflast.net/2010/10/12/das-wurstbrot/ dazu ein. Herr Malmsheimer scheint mit der Floskel auch so seine Problemchen zu haben.
Früher ist, wie ich bei Dir auch so schön lese, ein Begriff mit zeitlicher Tiefenwirkung. Wenn junge Schnösel zwischen 30 und 60 dies auf die eigene Vergangenheit beziehen, wird es schnell altklug und ein bisschen Lächerlich.
Deine Schreibe gefällt mir.
Thx für die "Schreibe". Und Danke für'n Kommentar.
Der Stil klappt - leider - nicht immer. Wenn ich zu viele Gedanken in die Worte packen will, dann scheitere ich noch regelmäßig. Ich arbeite dran.
Schön ist, mit Kopflast und Ixiter zwei neue Quellen im Feedreader. Beide durch Kommentare gefunden. Kopflast, das war bei Ulf. Weniger schön ist - das Youtube-Video funzt nicht mehr. "Wurde vom Besitzer entfernt". Schade.
Früher war alles viel besser: nach meinem Gefühl ist das so alt wie die Menschheit. Es verändert sich was, Umdenken erforderlich. Und das kostet Energie.
@Kopflast: Ich bin 39 und somit ein junger Schnösel? Vor 10.000 Jahren (also früher) wäre ich voll der Greis gewesen!