i love snuff ≡

Der "stärkste" Schnupftabak. Also, hm, mit viel Nicotin. Oder so

Ne, ne. Das ist weder die Gletscherprise noch Gawith Apricot. Und der “Red Bull Strong” eher auch nicht. Bei dem, dem Red Bull Strong, bezieht sich eben dieses “Strong” (“Stark!”) nicht auf das Nikotin sondern wohl eher auf den Mentholgehalt.

Sei’s drum. Meine Liste für “nikotinstarker Schnupftabak”:

Ob denn ein Snuff (sehr) viel Nikotin enthält ist relativ und, vor allem, subjektiv. Jeder nimmt das ein bisschen anders wahr und das, was man wahrnimmt, das beeinflusst dann auch das, was wahr ist? Für jeden Einzelnen ganz anders. Wenn ein Snuff viel Menthol oder Ammoniak enthält, dann wird das auch als “stark” empfunden. Hat aber eben mit dem Gehalt an Nicotin nix zu tun.

Weiße Indien-Schnupftabake gelten alle als recht stark. Nun gibt es für die meisten Schnupftabake keine Untersuchungen über den korrekten Nikotingehalt. Das gilt für alle Snuffs. Bei Lös und Snus gibt es teilweise Angaben. Wobei die Angabe vom Gehalt auch nicht viel aussagen würde, man müsste dann nochmals zwischen frei verfügbarem Nikotin und gebundenem Nikotin unterscheiden. Außerdem schwankt der Gehalt von Pflanze zu Pflanze, Charge zu Charge, Jahr zu Jahr. Etwa so.

Wenn ein Tabak sehr fein gemahlen ist, dann hat er eine größere Oberfläche. Und durch diese größere Oberfläche wird Nicotin dann durch die Nasenschleimhaut auch schneller aufgenommen. Außerdem ist das Zeug dann schwieriger zu schnupfen und gelangt schneller in den Rachen oder gar in die Lunge falls man beim konsumieren “einatmet”. Auch können bei einem etwas gröberen Schnupftabak größer Portionen genommen werden. Da erfolgt dann die (Nikotin)Aufnahme zwar langsamer… …aber in größeren Mengen.

Jeder so wie er mag?

Die “weissen Inder” verwende ich hauptächlich zum aufpeppen von schwächeren Schnupftabaken. Toque Quit finde ich recht gut und den Neffa Ifrikia auch. Wobei der belgische Neffa Ifrikia schon einen sehr eigentümlichen Geruch/Geschmack hat, das gilt aber beim Schnupftabak generell: die Geschmäcker sind verschieden.

Was Ihnen zusagt müssen Sie schon selbst ausprobieren.


Nachtrag:

Nu kommt heute, vermutlich, das Paket mit Nachschub. Südafrikanische Schnupftabake, die ja bekanntlich zu den Stärksten zählen sollen. Wobei Ihnen das vielleicht, bis gerade eben, nicht bekannt war? Weil ich aber erkältet bin und nix rieche wird ein Test der Lieferung verschoben werden müssen. Es bleibt Zeit zum Nachdenken. Unter anderem über den Nikotingehalt von Schnupftabak und darüber, dass häufig Dingler Taxi zur Raucherentwöhnung empfohlen wird…

…was möglicherweise nicht passt?

Denkbar wäre, dass ein feiner gemahlener Snuff wie White Elephant eher geeignet ist. Wie oben schon erwähnt bedeutet das zwar, dass der “Nikotin-Plasma-Spiegel” nicht so stark ansteigt; die geniessbaren Portionen sind geringer und damit auch die enthaltene Menge Nikotin. Aber das Nikotin wird schneller aufgenommen. Das heisst, dass es stärkere “Schwankungen” im Nikotinlevel gibt. Und das könnte, abhängig vom Rauchverhalten, durchaus passend sein. Es ist ja nicht das Nikotin alleine? Sonst wären Aussagen wie “Nikotinkaugummi kann süchtig machen, Nikotin Pflaster nicht” schlecht nachvollziehbar. Etwa so: wer den lieben langen Tag in (fast) regelmäßigen Abständen eine Zigarette geraucht hat, sollte vermutlich ein Nikotinpflaster verwenden. Weil beim Pflaster die Nikotinabgabe über den gesamten Zeitraum recht gleichmäßig erfolgt. Die “Wartezeit” von bis zu 60 Minuten, vorher wird nix zu spüren sein, ist ein bisschen problematisch… …zwischendurch eine “Prise”?

Wer in bestimmten Situationen, Stress, nach dem XXX, zum Kaffee oder Tee, nach dem Essen oder zu sonstigen Gelegenheiten (die nicht generell zu bestimmten festgelegten Uhrzeiten stattfinden) geraucht hat, der wird mit dem Pflaster nicht glücklich werden können.

Für die verschiedenen Produkte Chew (Kautabak), Dip, Snus, (Nasal) Snuff und die Ezigarette gilt ähnliches: die Art der Nikotinabgabe ist recht unterschiedlich. Beispielsweise wird beim Schnupftabak das Nikotin in einer ähnlichen Geschwindigkeit wie beim Rauchen aufgenommen. Auch hier schwankt der Nikotinspiegel stark. Kettenschnupfer ausgenommen. Bei der Ezigarette gibt es beispielsweise sehr große Unterschiede in der aufgenommenen Nikotinmenge, und der Geschwindigkeit der Nikotinaufnahme, bei neueren/älteren Geräten. Was teilweise erklärt, dass Dampfer beim Wechsel zu neueren Modellen den Nikotingehalt im Liquid senken, das Nikotin wird effektiver aufgenommen. Die Ezig wird der Tabakzigarette ähnlicher; was gleichzeitig von Vorteil und von Nachteil sein kann.

Dass sich dann wohl für die unterschiedlichen Produkte auch unterschiedliche “Sucht-Gefahr-Profile” ergeben, scheint naheliegend?


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