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Ich mag Tabak

Jo. Ich mag Tabak. Oder mei­net­we­gen: ich mag Tabak-Aroma. Und weil das mit der Dampfe nicht so richtig hinhaut, wirk­li­ches Ta­baka­ro­ma gibt’s da wohl nicht, müssen andere “Lösungen” gesucht werden…

…Schnupf­ta­bak.

Und für echte Männer auch Kautabak. Dip, Chew, Moist Snuff oder wie immer das in ver­schie­de­nen Teilen der Welt genannt wird.

Als Nicht­rau­cher, der ich ja mit Hilfe der EVOD geworden bin, kommt ver­brann­ter Tabak nicht in Frage. Als Tabak-Gegner würde ich mich al­ler­dings nicht be­zeich­nen. Ge­nau­ge­nom­men hat auch jedes ni­co­tin­hal­ti­ge Liquid für die Ezi­ga­ret­te ein bisschen was mit Tabak zu tun: das Nicotin für die Dampfe wird auch aus Ta­bak­blät­tern gewonnen. Aber… …Dis­kus­sio­nen darüber sind müssig und Ar­gu­men­tie­ren bringt nicht viel.

Es ist ein Aben­teu­er­land. Fein, mit­tel­fein oder grob ge­mah­le­ner Tabak wird beim (Nasal)Snuff in die Nase gezogen. Wobei der Neuling recht gut damit beraten sein dürfte den Stoff eben nicht einfach rein­zu­zie­hen sondern eher, wie beim riechen an einer Blume, dezent ein­zu­at­men. Was bei manchen Snuff-Va­ria­tio­nen, bei­spiels­wei­se der schon erwähnte White Elephant unbedingt anzuraten ist. Das Zeug ist sehr fein, sehr trocken und sehr stark. Die Stärke bezieht sich in dem Fall auf das im Tabak ent­hal­te­ne Nicotin. Sehr feiner Snuff “wirkt” recht schnell – wer das als Hilfe zum Zi­ga­ret­ten­ver­zicht nutzen will: nur zu. Wobei die ganz fein ge­mah­le­nen Schnupf­ta­ba­ke dem Neuling nicht anzuraten sind.

Wer statt White Elefant & Co. nicht auf eine or­dent­li­che Portion “Vitamin N” ver­zich­ten möchte, und sich das Kopf­zer­bre­chen und schmerz­li­che Er­fah­run­gen ersparen will, greift eher zu Neffa Ifrikia. Auch eine Ni­ko­tin­bom­be, auch sehr fein gemahlen. We­sent­lich einfacher als der Weiße Elefant doch, Achtung, “einfach” ist hier seehr relativ zu verstehen. Mit Glet­scher­pri­se oder Schmalz­ler hat das vom Wir­kungs­grad und den dazu ge­hö­ren­den Emp­fin­dun­gen nicht viel zu tun ☺

Das “statt Rauchen” Programm besteht bei mir ja in­zwi­schen aus 3 Teilen. 1) Schnupf­ta­bak, 2) Mundtabak und 3) die Ezi­ga­ret­te. Die Rangliste gilt am Wo­chen­en­de, unter der Woche ist die EVOD stärker im Einsatz. Am Wo­chen­en­de aber sind Män­ner­sa­chen angesagt. Besuche ich die Mutter zu Fuß und habe dabei einen “Priem”, irgendwas von Gawith & Hoggarth oder Grimm & Triepel oder Red Man im Einsatz, dann kann der Weg auch für Nicht-Fähr­ten­le­ser recht pro­blem­los nach­voll­zo­gen werden. Wenn in ab­seh­ba­rer Zukunft dann mal Schnee liegt wird das, auch für Fähr­ten­le­ser-Laien, noch einfacher.

Ob ich nur mit Schnupf­ta­bak die Zigarette beiseite gelegt hätte, das weiss ich nicht. In ver­schie­de­nen Blogs und Foren gibt es Meldungen, dass dies möglich ist. Aber das hängt, wie vieles andere auch, vom Einzelnen ab.

Etwa 20 Sorten Nasal Snuff (Schnupf­ta­bak) habe ich in­zwi­schen durch. Ein Fehlgriff war Wilsons of Sharrow “Vanilla”. Nicht überall wo Vanilla drauf­steht ist auch Vanilla drin? Das einzige was mein noch etwas un­trai­nier­tes Riech­or­gan erkennen kann ist: Menthol. Der Stoff, so habe ich ent­schie­den, wird nun nicht entsorgt sonder einer ei­ni­ger­ma­ßen sinn­vol­len Ver­wen­dung zugeführt – Pöschl Südfrucht mit einer dezenten Prise Menthol ist ganz ak­zep­ta­bel.

Schmalz­ler, eben auch der Pöschl Südfrucht sind grob, feucht und recht einfach zu schnupfen. Die Schmerzen ( ☺) halten sich in Grenzen. Weil recht große Protionen in die Nase befördert werden können besteht die Gefahr, dass ebendiese, die Nase, verstopft wird. Der Riech­kol­ben dessen einziger sinnvolle Ver­wen­dungs­zweck das Schnupfen von Tabak ist, reagiert bei manchen Menschen so. Bei mir eben mit Ver­stop­fung. Was bei feineren Tabaken, ich liebe “Toque”, weniger passiert. Bei anderen ist’s genau andersrum: Ver­stop­fung bei feinen Snuffs und keine Probleme mit gröberen Tabaken. Muss probiert werden.

Äh ja, “Südfrucht” mit einer Prise “irgendwas mit Menthol” ist ganz angenehm. Wer sich selbst nicht mehr als Schnupfer-Weichei be­zeich­net kann auch noch ein bisschen vom White Elephant bei­mi­schen. Das feine Puder vom Elefanten klebt ge­wis­ser­ma­ßen am recht feuchten Schmalz­ler. Schmalz­ler + White Elefant = ein Sakrileg? Mei­net­we­gen. Schreiben Sie das in das kleine schwarze Buch und ich bekommen dann dieses Jahr nix zu Weih­nach­ten…

Meine bis­he­ri­gen Favoriten: Toque Quit, Toque Spanish Gem und Neffa Ifrikia. Zur Grund­aus­stat­tung gehören noch eine ganze Menge anderer Snuff’s. Was unbedingt probiert werden muss ist “Kendal Brown”. Jeder Her­stel­ler hat so was im Programm. Bei Toque heisst das dann “Berwick Brown”. Das Rezept scheint auf das Jahr 1792 zu­rück­zu­ge­hen und bisher habe ich eben den Berwick Brown und “Kendal Brown” von Wilsons auf Sharrow getestet. Die Variation von WoS ist die ersten 30 Sekunden etwas seifig, was sich im Lauf der Zeit dann etwas legt. Der Geruch bleibt lange in der Nase, was auch für Berwick Brown gilt. Vom Geruch/Geschmack har­mo­nie­ren die Beiden mit V2/Thunder Original, der Geschmack ist ähnlich. Ja, Dip’s habe ich auch probiert wobei das, we­nigs­tens im Moment, nicht mein Ding ist.

Sehr rauchig, sehr aro­ma­tisch und sehr an “Tabak” (rauchen) erinnernd ist Latakia Ao 1860 von Molens. “Zwei­müh­len”, ein hol­län­di­scher Her­stel­ler. Latakia mag ich sehr, weil das aber so intensiv ist liebt man den Snuff – oder man hasst ihn. Ver­mut­lich.

Einige weitere Nasal Snuff’s stelle ich, viel­leicht, in späteren Artikeln noch vor. Indische, Hol­län­di­sche, Englische und, wer weiß, viel­leicht noch andere Länder.

Ist Schnupf­ta­bak eine Al­ter­na­ti­ve zum Rauchen? Auf jeden Fall!

Oder so…


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