Es war einmal vor langer, langer Zeit..
..da haben sich die Menschen etwas erzählt, wenn es etwas Neues gab.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann erzählen sie sich immer noch was. Wenn es etwas Neues gibt.
Es ist natürlich sofort zu erkennen: das ist altmodisch. Nicht mehr zeitgemäß.
Heutzutage erzählt man sich Geschichten nicht dann, wenn es etwas Neues gibt. Wir erzählen uns Geschichten Morgen, genau um 8:00 Uhr. Irgendjemand hat wohl bestimmt, dass es um die Zeit eben Zeit für etwas Neues ist.

Wir brauchen unsere Regelmäßigkeiten. Das ist wichtig, damit die Zeit strukturiert werden kann. Genau genommen strukturieren wir die Zeit nicht, wir stückeln sie nur. In immer kleinere Einheiten. Jahre, Monate, Tage, Stunden, Minuten, Sekunden. Und in diese immer kleineren Einheiten packen wir immer mehr "zu Erledigendes".
Alles was wichtig ist und es ist Alles wichtig.
Vielleicht sind wir nicht Sklaven der Zeit. Vielleicht haben wir nur verlernt das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden.








