23.01.2012

"Beste", "Optimale" Lösungen: die Suche nach dem heiligen Gral

Die optimale Lösung. Für genau IHR Problem. Oder, wenn Sie ein eigenes Blog betreiben, für Ihre Leser, Interessenten, Kunden.

Der Stein der Weisen, Avalon, Weltformel oder der Laplacesche Dämon. Irgendwie waren wir Menschen schon immer auf der Suche nach der endgültigen Wahrheit...
(Das Bild ist übrigens "Glastonbury Abbey".)

Heiliger Strohsack, der heilige Gral!

Vermutlich werden auch die nächsten Jahrhunderte Menschen nach der endgültigen Wahrheit suchen.

So kleinere Lösungen - für die 'Wahrheit' - gibt es immer wieder zwischendurch. Ganz wundersam. Wunderlich. Oder so.

Seltsame Namen gibt es da. Social Media. Philosopher's Stone. Youtube. Grundlegende Wechselwirkungen. Facebook. Hauptsache: Grundlegend.

Die Sache hat, mindestens, einen kleinen Haken. Wenn Sie beispielsweise ein eigenes Blog betreiben, dann hat ein Leser eine ganz bestimmte Vorstellung von "Optimal". Die Leserin davor hat vielleicht eine ganz andere Vorstellung davon, was denn "Optimal" ist. Und der Leser danach, na, der hat wieder anderes im Kopf.

Ist doch cool. Dann bleibt das Ganze interessant.

So ein bisschen Versuch und Irrtum. Bevor uns so sehr viel Wissen zur Verfügung stand, ja, da haben die Menschen auch schon einiges zu Wege gebracht. Ohne Navi Amerika entdeckt. Ohne Koordination mit Twitter und Facebook praktisch die ganze Welt besiedelt. Und mit weniger Rechenleistung als in einem Rasierapparat sind die zum Mond geflogen.

Darauf einen Dujardin?

Nein, etwas moderner empfehle ich:

Holy Ale

...and now to something completely different! grinning smiley


P.S.: Wenn es nicht 'die' optimale Lösung gibt, dann ist es vielleicht sinnvoll Gruppen zu bilden. Blogleser, die gerne viel Bilder möchten. Blogleser, die große Schrift, wenig Werbung und Übersichtlichkeit bevorzugen. Blogleser, die gerne teilen - per Facebook, Twitter und so. Alle können Sie vermutlich nicht gleichzeitig zufrieden stellen. Könnte doch sein?

P.P.S.: Gruppen bilden, das ist wohl nicht nur beim Blog Design nützlich. Ach, da fallen mir noch ein paar nützliche Regeln ein:

  • Kürzen. Auswahl begrenzen. 'Weniger ist mehr'.

Dazu gibt es interessante Studien. Wenn bei Produkt X (Marmelade, Unterwäsche, MP3-Player, Aktienfond. Suchen Sie sich etwas aus.) mehr Auswahl vorhanden ist, dann kommen auch mehr Interessenten. Allerdings wird bei weniger Auswahl mehr gekauft. Interessant, oder nicht?

  • Konkret. Seien Sie so genau wie möglich mit Ihren Beschreibungen. Eine genaue Definition für "wir machen es Jedem recht" ist schwierig. Konkret sein, genau sein, das hat auch was mit 'Auswahl begrenzen' zu tun. Sie können nicht alle Menschen gezielt ansprechen, Sie müssen kürzen...
  • Bilden Sie Gruppen. Nicht auf einer Seite alles auflisten. Gruppieren, ordnen, Übersicht schaffen.
  • Wo eine Auswahl nötig ist: beginnen Sie mit wenig Optionen. Aus den Studien zum selbst gestalteten Auto beispielsweise - erst die Auswahl aus 4 Motortypen. Dann die Auswahl aus 12 verschiedenen Innenbezügen. Und danach die Auswahl aus 36 verschiedenen Farben.


Fotos Flickr: Elliot Brown, Eddie van W., slgckgc

23.01.2012

"Die beste Erfindung seit geschnittenem Brot"

Soll noch jemand sagen dass Kleinigkeiten nicht sehr wichtig sein können. Brot + schneiden = geschnittenes Brot. Genial, nicht?

Das Brot auf dem Bild ist zwar auch geschnitten. Doch, so rein aus dem Bauch, von Hand. Nicht mit der Maschine.

Egal, jedenfalls:

  • Die Bäcker waren zuerst dagegen.

Is klar, auf jede gute Idee kommen mindestens 100 Experten die das Sche*?e finden. Das war auch schon zu Beginn des 20ten Jahrhunderts so.

Otto Frederick Rohwedder ist auf die Idee mit dem geschnittenen Brot gekommen. (Der Link geht leider zur englischen Wikipedia. Deutsch habe ich nix gefunden.)

1912 hat er entschieden die Idee auch in die Tat umzusetzen. Weil, das war damals schon so, bloß im Kopf existierende Ideen sind nicht viel Wert.

1917 ist das Gebäude wo er die ersten Exemplare der Brotschneidmaschine gebaut hat abgefackelt. Samt Blaupausen und Prototypen. Scheinbar zeichnen sich viele erfolgreiche Menschen dadurch aus, dass sie sich auch von großen Hindernissen nicht bremsen lassen.

Vielleicht würde Brot sonst heute noch so hergestellt. Das ist eine römische Bäckerei. Das Bild basiert auf Rekonstruktionen von Pompeii. Das Original ist, gewissermaßen, auch abgefackelt.

1927 hat dann Frederick Rohwedder eine Maschine gebaut, die Brot nicht nur geschnitten hat sondern auch gleich noch verpackt. Klar, geschnittenes Brot hat eine viel größere Oberfläche und trocknet viel schneller aus.

1928 hat er dann die ersten Maschine verkauft. Und schon 1930 hat die Continental Baking Company das Brot als "Wonder Bread" (Wunderbrot) vorgestellt.

Es ist nicht nötig weiße Elefanten zu jagen.

Weiße Elefanten sind - wie ganz große und ganz neue Ideen - sehr selten.

Oft sind Kleinigkeiten wichtig.


Fotos Flickr: Dinner Series

21.01.2012

Seine letzten Worte waren: "Dein Blog Design ist Sche***e"

Na denn, Ruhe in Frieden...


R.I.P


Fotos Flickr: Brian Omura

                          Interessante Artikel / Letzte Artikel